Glocknerhaus – Elberfelder Hütte
21,5km, ↑ 1180m, ↓ 680m, 7:30h
Nach dem mehrfachen Gang zum reichhaltigen Frühstückbuffet verlassen wir das Glocknerhaus und umrunden den nahegelegenen Stausee.


Nach einer Weile entlang von Bergwiesen kommen wir an die Abzweigung an der wir uns zwischen den im Wanderführer empfohlenen Weg und dem von einem Wanderer auf dem Glocknerhaus empfohlenen Panoramaweg entscheiden müssen. Wir vertrauen dem Wanderer und beginnen den Aufstieg zum steilen Berghang an dem der Panoramaweg verlaufen soll. Die fehlende Zeitangabe auf dem ersten Schild zum Panoramaweg wird nach einigen Kilometern und vor allem vielen Höhenmetern nachgeholt: 4,5h noch zur Elberfelder Hütte. Ob wir uns da nicht zeitlich etwas verschätzt haben? Eigentlich sind wir von einer deutlich kürzeren Wegstrecke ausgegangen. Aber schon bald denken wir darüber nicht mehr nach, weil uns der Weg durch wunderschöne Landschaft führt: blühende Berghänge, eine einfach tolle Aussicht während wir immer wieder das Pfeifen von Murmeltieren hören.



Und plötzlich stehen wir vor einem reißenden Bach ohne Brücke oder sonstige Überquerungshilfe. Uns ist etwas mulmig zu Mute als wir uns unseren Weg mit den Stöcken durch das rauschende Wasser suchen. Wenig später stehen wir vor dem nächsten breiten Bach, der zwar weniger reißend ist, aber dafür keine Steine für einen trockenen Überweg bietet. Da bleibt nur eins: Schuhe aus und die Kälte aushalten. Spätestens hier wird uns bewusst das dieser Weg bei so viel tauendem Restschnee in den Bergen nicht unbedingt die beste Wahl ist.



Wir begegnen auch auf dem weiteren Weg keiner Menschenseele, nur ruhig daliegenden Bergseen mit Überresten von Eisschollen, großen und steilen Schneefelder, die wir auf den Geröllabhang umgehen müssen sowie einer Herde Schafe.
Über ein paar flachere und kleinere Schneefelder bahnen wir uns schließlich den Weg zur Elberfelder Hütte. Fast verwunschen liegt sie in dem einsamen Tal.






Die liebevoll eingerichtete Hütte wartet mit einer großen Protion Nudeln und einem großen Matratzenlager auf uns. Da wir nur zu sechs auf der Hütte sind, haben wir das Lager für uns allein und können uns so richtig ausbreiten. Abends schlafen wir jeweils in 3 warme Fleecedecken eingekuschelt ein.
