Auf dem Weg nach Indonesien 🙂
Aufgrund der sehr großen Entfernungen, die man hier doch öfter mal unterschätzt und der begrenzten Visumsdauer von 30 Tagen, müssen wir leider zeiteffizient mit dem Flugzeug nach Indonesien einreisen. Unser erster Stopp ist die Hauptstadt Jakarta auf der Insel Java.
Zum Glück ohne neue Bettwanzen-Bisse, geht es früh am morgen los. Um nochmal den Flughafen anschauen zu können, sind wir besonders rechtzeitig da. Vor dem Check-In Schalter steht dann erstmal noch ein großes Umpacken an, denn wir haben uns nur ein Aufgabegepäck geleistet. Die Kofferwaage lässt unsere Hoffnungen auf leichtes Gepäck schnell schwinden – wir tragen einfach zu viele Kilos mit uns herum. Dan heißt es wohl: einiges um die Hüfte binden oder in einem Beutel in die Hand nehmen. (Bzw. einen Wäschebeutel erstmal in die Hand nehmen und nach der Gewichtskontrolle wieder in den Rucksack packen ;)).


Im Flugzeug: Leider versteht die Stewardess am Eingang meine Frage, zu welcher Zeit wir den Äquator überqueren nicht. Aber egal wir haben das im Gefühl. Als sich dann noch die Wolken an einer Linie, fast senkrecht zum Flugzeug, ausrichten, ist uns ganz klar: das ist der Moment, in dem wir den Äquator überqueren, also erstmal Äquatorfoto :D.


Zwei Stunden später lande zumindest ich etwas übermüdet in Jakarta. Da ich den Fensterplatz in unserer Reihe hatte, musste ich natürlich die Zeit nutzen, um aus dem Fenster zu schauen. Die anderen beiden konnten so lange etwas Schlaf nachholen und sind teilweise erst durch den Rüttler bei der Landung wachgeworden.


In Jakarta gehen wir erstmal auf die Suche nach einem Geldautomaten, denn ohne richtiges Bargeld wird es schwer das Visum ohne großen Aufpreis zu bezahlen. Danach muss jeder Schritt, der auf irgendwelchen Schildern gezeigt ist, von uns durchlaufen werden. Am Schalter müssen wir nachweisen, wann wir wieder ausreisen und einige Fragen über uns ergehen lassen. Da Anisa und Leonie zeitgleich an zwei benachbarten Schaltern stehen, können sie sich gut verständigen und erklären auch schon, dass ich zu ihnen gehöre. Bei meiner Einreise wird dann kein Wort geredet und nur 1min später wird der Pass fertig gestempelt über den Tresen geschoben.
In den Flughafenhalle werden wir schon von Schilder schwenkenden SIM-Karten-Verkäufern und Verkäuferinnen erwartet. Die Wahl fällt da nicht leicht. Letztendlich passe ich auf den Gepäckhaufen auf, während Leonie und Anisa nochmal losziehen. Dann warte ich und warte ich und warte ich … Anisa und Leonie stehen immer noch an einem SIM-Karten-Stand. Scheinbar stellt sich die Einrichtung für die Indonesierin auf einem deutschen Handy als echte Herausforderung dar.
Irgendwann später geht es mit dem Taxi (Grab) ins Hostel. Unser Abendprogramm beginnt wie so oft mit der Essenssuche. Um die Bettwanzen und eventuelle Geschenke wie Eier und junge Exemplare auszurotten, geht es nahtlos weiter zum Waschsalon. Leonie, ich und die Drei Fragezeichen Hörspiele verbringen dort dann erstmal einige gespannte Stunden. Anisa macht sich so lange nochmal auf zum Flughafen, um ihren Freund Artur abzuholen. Ab jetzt sind wir zusammen mit Anisas Freund Artur zu viert unterwegs und können spottbillig Taxis nehmen, da wir ja das ganze Auto füllen 🙂
Im Waschsalon fällt uns unterdessen zum ersten Mal auf, dass hier einige Mädchen schon im Kleinkindalter ein Kopftuch tragen. Diese Kinderkopftücher haben wir Skimützen ein elastisches Band, das das Gesicht umgibt und einfach übergestreift werden kann.