TAG 5

Gleiwitzerhütte – Trauneralm

Den zweiten Tag in Folge heißt es um 5:30 Uhr aufstehen. Es hat schon was bei Sonnenaufgang wach zu sein, aber Alltag wird das für mich bestimmt nicht. Anstatt Schafe finden wir dieses Mal Murmeltier vor der Hütte vor. Vor dem Abstieg füllen wir noch kurz unsere Wasserflaschen am kleinen Brunnen neben der Hütte auf und dann geht es schon los – Serpentine für Serpentine.

Wieder genießen wir unser Frühstück bei einer Pause während des Abstiegs mit tollem Alpenpanorama.

Der weitere Absteig nach Fusch zieht sich dann noch sehr. Genug Zeit, um zu überlegen welches neue Handy ich mir anschaffen könnte, da sich bei meinem alten der Akku immer weiter aufbläht.
Eigentlich dachten wir, dass uns die letzten 200 Höhenmeter Abstieg bis ins Ortszentrum ersparrt bleiben, weil wir den an der Bergflanke verlaufenden Höhenweg nutzen wollen. An der Abbiegeung zum Höhenweg wartet eine herbe Enttäuschung auf uns: Der Höhenweg ist gesperrt und es besteht Lebensgefahr bei der Begehung. Also steigen wir doch komplett ab, wandern auf der asphaltierten Ortsstraße mehrere Kilometer, bis wir endlich wieder auf den Höhenweg aufsteigen können. Dabei sitzt uns die ganze Zeit das Wetter im Nacken, weil es immer mehr zuzieht und sich schon relativ hohe Wolkentürme aufbauen.

Der Höhenweg entpuppt sich dann als relativ breiter Weg entlang von Kuhherden und mitten durch Kuhherden. Teilweise trauen wir uns nur mit einem Stock bewaffnet durch die Herde. leider gibt es an diesem sonnigen Tag nur wenig Schatten und wir sind über jeden kühlenden Windhauch froh. Wieder wird unser Trinkwasser etwas knapp. Die Trinkwasserstelle auf der anderen Seite des Flusses erreichen wir aber über den Staudamm nicht, weil alles mehrfach abgesperrt ist. Zum Glück können wir ein paar Kilometer später den Fluss doch noch überqueren und unsere Flaschen an einer Mautstation wieder füllen.
Der grasige Weg verwandelt sich bald in einem breiten Schotterweg der sich durch das Tal zieht und spektakuläre Ausblicke auf Wasserfälle und Gletscher bietet. Bei geringem Anstieg kommen wir hier gut voran und nähern und einigermaßen im Zeitplan der Hütte.
Neben anderen Wanderern stoßen wir auf das ein oder andere Tier und unterhalten uns gut.

Vor der Trauneralm wartet noch ein letzter Anstieg auf uns udn dann sind wir endlich da. 14:15 Uhr sagt die Uhr – also pünktlich zum angekündigten Gewitterbeginn. Da wir haben noch keinen Regen spüren geschweigedenn Donner hören bleiben wir noch etwas auf der Terasse sitzen bevor wir uns auf die Suche nach der Hüttenwartin begeben.

In der Hütte werden wir erstmal von sehr viel Stille empfangen. Erst nachdem wir uns etwas lauter bewegt haben öffnet sihc am Flurende eine Tür und die Hüttenwartin heißt uns willkommen. Wir bekommen ein Zimmer direkt im Eingangsbereich zugewiesen mit echten Betten und Decken und Kissen und für uns ganz allein. Das wäre ja schon Luxus genug, aber sie zeigt uns auch noch das Badezimmer mit Dusche – einer warmen Dusche !!! das nutzen wir natürlich sofort aus – sie ist immerhin kostenlos.
Sobald wir frisch und etwas ausgeruht sind stärken wir uns mit einer Suppe. So überbrücken wir auch die Zeit bis zum Abendessen. Und Überraschung: es gibt Linsen…

Während des Abendessens trifft dann auch das angekündigte Unwetter bei uns ein und es wird richtig ungemütlich draußen. Während wir essen lauschen wir mit einem Ohr den anderen Wandergruppen, die teilweise das gleiche Ziel morgen haben und diskutieren, ob der Weg bei dem Wetter begehbar ist.

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