Schulferien erwischt – Züge ausgebucht: Das Zugnetz ist in Malaysia sehr gut ausgebaut und auch Züge erinnern sehr an unsere ICEs. Es ist also super entspannt und zudem noch sehr billig mit dem Zug zu fahren. Wir fahren beide sehr gerne Zug und hatten uns schon auf diese Art zu reisen gefreut, aber leider machen uns die Schulferien in Malaysia einen Strich durch die Rechnung. Bis auf den Zug, der um 5 Uhr morgens fährt, sind alle ausgebucht. Da die früheste Fähre zu Bahnhof aber erst um 6:30 Uhr fährt, wird es ohne Hermines Zeitumkehrer etwas schwer diesen Zug zu erwischen. Das bedeutet dann wohl 5h Busfahrt für uns nach Kuala Lumpur…

Busfahrt: Die Busfahrt ist relativ unspektakulär. Prinzipiell zieht sehr viel Landschaft und Stadt an uns vorbei, aber da ich von dem gemütlichen Rumpeln in einen sehr tiefen Schlaf gewogen werde, bekomme ich davon nichts mit. Bei den zwei Stopps an Rastplätzen mit Verpflegung und Toiletten, brauche ich auch erstmal ein paar Minuten bis meine Augen so richtig offen bleiben wollen. Das Gleichgewichthalten auf der Hocktoilette ist so verschlafen auch nicht ganz so einfach. Unsere Rettung sind die buntgemischten Obstbecher und Kokos-Kekse. Beides schnabulieren wir genüßlich während wir der neuesten Lage der Nation Folge lauschen (Und ja Anisa hat mich ein bisschen mit ihrem Lage Fieber angesteckt udn war sehr stolz, dass ich schon nach der ersten Folge wie ein Profi von Lage gesprochen habe :))

Ankunft: Mit Einbruch der Dunkelheit erreichen wir Kuala Lumpur. Die Einfahrt in das Busterminal ist mit einigen Umwegen verknüpft, weil zwischen uns und der Einfahrt mehrere Verkehrsspuren und eine mehrspurige Schnellstraße sowie eine Brück liegt. Fast 10min ziehen wir unsere Kreise um das Busterminal immer enger, bevor wir fast pünktlich ankommen. Aus dem Bus stolpert man quasi direkt auf die Rolltreppe die zur Metro-Station führt. Erstmal einfach dem Menschenstrom folgen. Ein bisschen den Ticketautomaten suchen, aber dann klappt alles super problemlos. Für umgerechnet 1€ pro Person düsen wir etwa 20min bis zu unserer Hostelstation. Bereits bei der Zugeinfahrt fallen uns pinke Markierungen an einer Hälfte des Zuges auf: women only. Nicht jeder hält sich dran, aber doch etwa 90% der Passagiere in diesen Wagen ist weiblich. Schon ziemlich erschreckend, dass eine solche Trennung notwendig ist, um Frauen vor Belästigung zu schützen.

34. Stock Hostel: Richtig profimäßig spottet Anisa direkt am Bahnsteig ein weißes Mädchen, das nach Backpackerin aussieht. Und wir haben Glück: sie wohnt im gleichen Hostel und nimmt uns mit durch den labyrinthartigen Eingang. Sehr stressfreies Check-In also 🙂 Im 34. Stock eines Gebäudekomplexes liegt unser kleines Hostel – der Ausblick ist einfach atemberaubend, vor allem, weil wir so gar nicht damit gerechnet haben…

Ganz links das Wahrzeichen Kuala Lumpurs, die Petronas Twin Towers.
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