Tempelstadt Angkor Wat: Heute ist wieder einer der Morgende an denen ich froh bin nicht den schreienden Wecker aus Die Drei Fragezeichen als Weckton zu haben. Aber vielleicht wäre ich dann um 4:30 Uhr direkt senkrecht im Bett gesessen und nicht noch um 5 Uhr ziemlich verpennt in unser Tuk-Tuk gestiegen. Aber was tut man nicht alles, um die größte Tempelanlage Kamdoschas bei Sonnenaufgang zu erleben…



Nach einem schnellen Frühstück, dass das Hostel glücklicherweise To-Go anbietet, treffen wir um 7 Uhr auf unseren Privat-Guide für heute (klingt sehr edel und kostet deswegen natürlich auch). Aber wir sind sehr froh ihn zu haben. Mit seinen Cowboyhut finden wir in auch in der Menge wieder und löchern ihn mit Fragen während er uns durch den Hauptteil der riesigen Tempelanlage führt. Er zeigt uns die einzige, in Stein gehauene Frau, die beim Lächeln ihre Zähne zeigt und führt uns zu einem Torbogen mit tollen Sound wenn man sich auf den Brustkorb klofft. Bleibt mit uns am Mittelpunkt des Tempels stehen, erklärt uns die Bedeutung hinter den Szenen der Wandreliefe und macht uns auf die steinernden Wächter des Tempels aufmerksam.












Nach der Haupttempelanlage lassen wir uns mit dem Guide von unserem Tuk-Tuk Fahrer zum sehr beliebten Lara Croft Tempel bringen. Hier wurden Teile des Tomb Raider Films gedreht. Es erwartet uns ein Tempel, der in Symbiose mit der Natur zu leben scheint. Ganz so idyllisch ist es aber nicht: Dieser Tempel wurde sehr schnell errichtet, weil der damalige König ungeduldig war und schnell Ergebnisse sehen wollte. Der Zeitmangel in der Planung des Tempels führte zu einer schlechten Konstruktion mit minderwerten Materialien. Dies und die mangelnde Führsorge über Jahrzehnte spiegelt sich im heutigen Bild des Tempels wieder, auch wenn schon viel restauriert wurde.


Im Tempel sitzt eine kopflose Statue und auch auf den Wänden wurden Abbildungen von hinduistischen Gottheiten ausgekratzt. Als der Hinduismus durch den Buddhismus vertrieben wurde, war man sehr bequem und hat einfach den schon bestehenden Tempel mit kleinen Änderungen übernommen. Der Kopf der Statue könnte sich zum Beispiel in einem deutschem Musuem unter der Raubkunst befinden.



Als letzten Stopp für unseren Tag haben wir den pink Lady Tempel auserkoren. Und das bisschen was wir extra drauf zahlen müssen, weil der Tempel doch etwas außerhalb liegt, zahlt sich bereits bei den ersten Blicken auf den Tempel aus. Und außerdem macht Tuk-Tuk fahren Spaß 🙂







Neben den ganzen Tempeln wurden die Panikgriffe (der Begriff kommt von Anisas Oma :)) im Tuk-Tuk ausgiebig getestet.

Als grandiosen Abschluss des Power-Tags in der riesigen Tempelanlage haben wir noch Tickets für Phare – the Cambodian Circus. Ein auch weltwelt sehr erfolgreicher Zirkus. Die kleine Truppe verzaubert uns mit ihrer Geschichte, die sie über ihre Zirkuskunst erzählen.