Willkommen in Kambodscha: Nach einer sehr warmen Nacht, begeben wir uns früh morgens, bei noch einigermaßen moderaten Temperaturen, auf die Suche nach einem Frühstück. So wie es sich für echte Deutsche gehört sind wir zu früh da. Das heißt wir stehen noch 2 Minuten vor den verschlossenen Türen des Café’s, bevor wir es als Erste betreten. Natürlich haben wir dann alle Möglichkeiten was die Platzwahl angeht – sehr luxeriös. Die Frühstückskarte ist recht übersichtlich, also fällt uns die Entscheidung leicht: einfach das Frühstück das alles dabei hat. Da wir wirklich hungrig sind bestellen wir 3 Portionen obwohl uns die Kellnerin vor der Portionsgröße gewarnt hat. Neben warmer Reissuppe mit getrocknetem Fisch, einem gekochtem Ei und Kochsalat, wir uns ein Omelette, 2 Bagel, Butter und Marmelade, Müsli mit Joghrt und eine Schale frisches Obst aufgetischt. Tjaa, das Essen ist wirklich sehr lecker, aber tatsächlich sehr sehr viel und so bleibt leider bei jeder von uns ein kleiner Rest übrig.
Verdauungspause: Bewegen ist nach diesem Frühstück nicht mehr so drin. Immerhin nutzen wir, in unseren Stücken flätzend, die Zeit, um unseren Tag zu planen. Neben der renomiertesten Zirkusschule Kambodschas ist diese Region bekannt für den weltbesten Reis. Da liegt es also nahe uns mal die Reispapier-Herstellung anzuschauen. Per Mail erreichen wir einen einheimischen Tourguide, mit dem wir nach einer kurzen Absprache auf WhatsApp, eine individuelle Tour zusammenstellen.
Tuk Tuk: Keine zwei Stunden später erwartet uns Kim der Guide vor unserem Hotel. Neben ihm sein Tuk Tuk. Für drei Personen ist es schon etwas eng, aber egal, immerhin fahren wir das erste Mal Tuk Tuk. Bevor es losgeht werden uns schon die ersten kambodschianischen (Khmer) Wörter beigebracht: Choum Reap Sour (Hallo). Über die staubigen, nur teilweise asphaltierten Straßen geht es ins städische Umland. Auf dem Weg hält Kim immer wieder an, um uns Geschichten zu den Statuen auf den Verkehrkreiseln zu erklären, ein Stück Zitronengras zu pflücken, kleine Tempel zu bestauen und uns das Prinzip von Karma an sehr eindrucksvoll verstörenden Figuren zu zeigen.



Bei unserem ersten Stopps lernen wir die Schritte der Reispapierherstellung kennen und dürfen daraus selbst Frühlingsrollen herstellen und snacken. Nach diesem doch sehr gemütlichen Stopp geht es weiter zu einer Krokodilfarm.

Es ist schon toll diese Tiere so nah zu sahen, aber die Haltungsbedingungen sind definitiv nicht gut.



In der brütenden Mittagshitze geht es weiter. Mittlerweile bleibt der Staub von den Straßen (liebevoll „cambodia snow“ genannt) an unserer, vom Schweiß, feuchten Haut richtig schön kleben. Zum Glück können wir bei der Fahrt mit dem Bambuszug etwas trocknen.

Über eine Hängebrücke, die gerade so breit ist wie unser Tuk Tuk geht es weiter zu einer Pilzfarm und als Zwischendurch-Snack halten wir am Straßenrand, um Sticky–Reis zu probieren.



Für den perfekten Sonnenuntergang quälen wir uns eine sehr lange und steile Treppe nach oben zu einem Tempel.

Nach dem Sonnenuntergang fahren wir unseren letzten Stop an: die Fledermaus-Höhle. Zusammen mit einer Touristenmasse warten wir darauf, dass die Millionen von Fledermäusen ihre Höhle verlassen, um Wasser und Nahrung zu suchen.

Und die riesigen Buddha-Statuen sind hier mehr so Nebenattraktionen, obwohl ihre Größe wirklich beeindruckend ist.

Der Vorteil eines ortskundigen Führers ist es, dass wir direkt zum besten Spot, etwas abseits der Menschenmassen geführt werden. Denn er weiß genau in welche Richtung die Fledermäuse fliegen. Nach etwa 20min warten geht es los: zunächst kommen nur immer etwa 5 Fledermäuse auf einmal aus der Höhle. Doch dann beginnt der größe Strom: ein waberndes Band aus Fledermäusen sieht sich durch den rosafarbenen Himmel. Über 15min stehen wir einfach nur staunend da. Das Naturschauspiel geht mindestens nochmal so lange weiter – es dauert einfach bis Millionen von Fledermäusen eine Höhle verlassen haben.
Au Kun Tom Tom !!! Ein großes Danke an unseren wundervollen Guide. Wir hatten einen super Tag. Gefüllt mit tollen Aktivitäten, Geschichten und Eindrücken. Wir haben das Gefühl einen tiefen Einblick in Kambodschas Kultur bekommen zu haben und sind Kim so dankbar, dass wir ihn die ganze Zeit mit Fragen löchern durften.
