Tag 1: Braunschweig – Stockholm

Interrail Reisetag 1/7

Wie fast jeden Morgen startet auch dieser mit Müsli. Haferflocken, Nüsse und ein halber Apfel, wie immer. Alles andere heute ist aber nicht wie immer, denn 10 von meinen 30 Urlaubstagen liegen vor mir. Heute noch werde ich in den Nachtzug nach Stockholm steigen, gefolgt bon einem weiteren Nachtzug, der mich ganz in den Norden von Schweden bringt. In diesen Zug steigt dann auch Svenja zu, die gerade in Trondheim ihre Masterarbeit schreibt. Zusammen werden wir den Norden Schwedens, die Lofoten und eine kleine Insel im Süden der Lofoten erkunden. Der Rückweg erstreckt sich dann über die tolle Zugstrecken von Bodø nach Trondheim, wo ich Svenja für ihre restlichen Wochen in Norwegen quasi wieder angebe. Für mich geht es über Oslo, Kopenhagen und Hamburg zurück nach Braunschweig.

Eine Stunde später sind die Pflanzen gegossen und der Rucksack gepackt. Und ich befinde mich auf dem Weg zum Outdoor-Laden, um mir noch einen Hüttenschlafsack zu kaufen.

Am Braunschweiger Hauptbahnhof werde ich von der Polizei begrüßt. Mannschaftswagen formen eine Gasse vom Haupteingang zu zwei Bussen. Innerhalb des Gebäudes setzt sich diese Gasse mit Wellenbrechern fort – bis zu meinem Gleis. Alles gut bewacht von vielen voll ausgerüsteten Polizisten. Scheinbar ist heute ein Fußball-Hochrisiko-Spiel.

Am Gleis verschanze ich mich hin dem Treppenschacht und bin ganz froh, dass die Fans aus Bielefeld nur auf dem selben Bahnsteig aber nicht am selben Gleis ankommen.

Mit meinem Interrail-Ticket kann ich mir den IC nach Hannover und dann den ICE nach Hamburg gönnen. Beim Gleiswechsel in Hannover werde ich auf die Justus Jonas Graphic Novel in meiner Hand angesprochen. Ob das wirklich eine Fortsetzung von dem Justus Jonas wäre? – Ja, ist es. Aufgrund der Sprache und den Inhalten aber erst ab 16 Jahren. Im ICE mache ich mich direkt daran besagte Graphic Novel weiter zu lesen bzw. fertig zu lesen, denn in Hamburg wird sie wieder ihren Eigentümer zurück gegeben.

In Hamburg angekommen, geht es mit der U3 zum Lieblingsbunker und weiter zu Jonathan in die WG. Hier wartet Jonathan schon mit zwei riesigen Schüsseln voller Fenchel- und Zucchinischeiben. Den restlichen Nachmittag verbringen wir damit daraus die Fenchel-Zucchini-Kapern-Lasagne nach Otto Lenghi zuzubereiten. Wenn ich mal keinen Auftrag zum Gemüse Schnippeln oder Pesto-Zutaten pürieren erhalte, schmökere ich im Buch „Legendäre Radtouren durch Europa“. Wobei legendär meist legendär anstrengend heißt.

Kurz vor 18Uhr breche ich sehr gut gesättigt zum Hamburger Hbf auf. Der EuroNightJet soll auf Gleis 8 einfahren.

Im letzten Wagen mit Aussicht auf die Gleise, wenn man sich ans Ende stellt, finde im 6er Abteil mein Bett ganz oben. Zusammen mit mir reisen 3 Schwedinnen, 1 Schweizerin und eine ältere Schwedin, die auch deutsch spricht.

Svenja schreibt mir wegen Erdrutsch in Norwegen

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