05:55 Uhr Ortszeit Hanoi: Sechs Stunden der deutschen Zeit voraus landen wir bei Dunkelheit und Nieselregen in Hanoi. Das erste Visum in meinem Reisepass habe ich mich irgendwie spektakulärer vorgestellt – monotones Abstempeln beschreibt es dann schließlich recht gut. Beim Verlassen des Flughafens erwarten uns lauschige 10 °C und wirklich aufdringliche Taxifahrer (tatsächlich nur Männer). Wir gönnen uns aber lieber eine sehr günstige Busfahrt ins Zentrum. Während uns Motorräder rechts und links überholen, tauchen aus dem Nebel die ersten Hochhäuser auf. Bald schon sind wir gefangen vom Charme der Stadt Hanoi, die sich bunt und laut zusammengewürfelt vor uns erstreckt.


„Wir sind sehr stolz auf uns nach der erste Straßenüberquerung ohne Zusammenstoß.“
Augen zu und durch trifft so eine Straßenüberquerung hier ziemlich gut. Gehwege gibt es nämlich nicht – also eigentlich schon aber die Fläche wird lieber als Parkplatz und Ladenerweiterung genutzt oder ist sowieso Baustelle…
Den einzigen Vorteil den Zebrastreifen und Ampeln bieten ist, dass es dort wahrscheinlicher ist sich einer Straßenüberquerung von Einheimischen anschließen zu können.
Hostel und Stadterkundung: Was braucht man mehr, wenn man ein Hostel mit Ruheraum hat, der quasi nur aus Sitzsäcken bestehen. Vor allem Anisa kann sich dort etwas ausruhen, während sie das Kranksein auf Reisen testet. Ziemlich k.o. schließen wir uns noch spontan einer Stadtführung an. Während wir in einem Kreis aus frierenden Backpackern der lokalen Reiseführerin lauschen, erfahren wir, dass dies ein ungewöhnlich kaltes Jahr im Vietnam ist und gerade sehr viele Leute sterben. Und wir dachten, dass die einzige Bedrohung von den über 5 Mio Motorröller kommt, die sich HUPEND wie eine Ameisenkolonie unbeirrt des restlichen Verkehrs durch die Stadt schieben.
Während sich Anisa im Hostel zurückzieht, um schnell wieder gesund zu werden, begebe ich mit auf Fototour.





Am Abend gehen wir dann nochmal zusammen los und lassen uns von den vielen Lichtern verzaubern.

