Kochkurs und Coconut-Boat: An unserem letzten Tag im Vietnam wollen wir noch einmal ganz intensiv die vietnamische Küche genießen und so haben wir einen Kochkurs gebucht. Früh am Morgen geht es los, denn der Kochkurs beginnt mit einem Marktbesuch. An der Rezeption unseres Hostels treffen wir bereits auf andere KursteilnehmerInnen und werden nur etwas später schon von einem Mini-Van abgeholt. Nach 5min Fahrt werden wir wieder ausgeladen. Beim Überqueren der Straße wird uns klar warum der Kochkurs so billig war: es ist eine Touri-Massenveranstaltung. Etwa 20-30 Leute warten schon auf uns. Glücklicherweise werden wir für den Marktbesuch in kleinere Gruppen eingeteilt. Etwas zu schnell werden wir dann durch den Morgenmarkt geführt. Es bleibt kaum Zeit zum Gucken: Krebse mit zugebundenen Scheren im einen Behälter, zerteilte Schweineköpfe im nächsten, Fische mit und ohne Kopf, frisch und getrocknet. Nebenan der Stand, an dem in einer unglaublichen Geschwindigkeit per Hand Reisnudeln hergestellt werden. Das Ganze geht über in den Bereich mit Obst, Gemüse und Kräutern. Hier hält unsere Führerin kurz an damit wir an verschiedenen Gewürzen riechen und vietnamesiche Litschis probieren können. Ohne Pause geht es wieder zurück zum Minivan, der uns nur ein paar Minuten zum nächsten Programmpunkt fährt: Coconut-Boat. Die aus Bambus geflochtenen Boote haben die Form einer halben Kokosnuss und sind durch eine Mischung aus Harz und bunter Bemalung wasserdicht. Unser Paddler erweist sich als sehr geschickt im Steuern der Kokosnussschale, die nicht wirklich ein Vorne oder Hinten hat. Da es auf dem Fluss doch relativ voll ist, fühlt es sich trotzdem manchmal etwas nach Boxautofahren an. Ausgestattet mit unseren vietnamesischen Kegelhüten sind wir auch gegen die segende Sonne gut geschützt. Wir sind ja froh endlich mal Sonne zu haben, aber es ist schon ganz schön warm.

Auf halben Paddelweg treffen sich alle Boote an einer breiteren Flussstelle, um über die Darbietungen einiger Paddler zu staunen. Sie stehen in ihren Booten und bringen diese allein durch Paddelbewegungen und die Verlagerung ihres Körpergewicht zum Kreiseln. Gegen einen kleinen Aufpreis lassen auch wir uns in unserem Boot herumwirbeln – ein bisschen Achterbahnerlebnis für zwischendrin.

Der Kochkurs findet in einer offenen Halle statt. In kleinen Gruppen versammelt man sich um die großen Tische, wo schon vorbereitet mehrere Schüsseln und Gaskocher auf uns warten. Leider ist schon zu viel vorbereitet. Außer Knoblauch und Ingwer schneiden und Gewürze löffelweise in Schalen zu kippen, gibt es nichts mehr viel zu tun. Immerhin anbraten und Frühlingsrollen rollen dürfen wir noch selbst machen. Zusammengefasst hatten wir am Ende ein wirklich leckeres Essen bei dem wir den Schärfegrad selbst bestimmt haben, aber über die vietnamesische Küche haben wir nicht wirklich etwas Neues erfahren.

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