Unser letzter Tag in Dong Hoi und unsere Weiterfahrt nach Hue. Wir starten mit einem weiteren Müsli in den Tag. Dieses Mal begleitet uns eine Deutsche aus unserem Hostel, die zufälligerweise auch in Karlsruhe studiert. Sie ist gerade auf dem Rückweg von ihrem Auslandssemester in Taiwan. Schon vor unserem Gespräch stand Taiwan bei mir irgendwo auf der Reiseliste, aber ihre Erzählungen haben den Inselstaat ziemlich weit nach oben rücken lassen. Noch krasser als hier, gibt es dort aber kaum etwas zum Kauen, also vielleicht sollte ich mir dann ein paar Salzstangen mit importieren.

Schnipp, Schnapp, Haare ab: Schon seit längerem denke ich immer wieder darüber nach meine Haare so wirklich kurz zu schneiden. Die vielen Beauty- und Frisörsalons hier in der Stadt, die vor dem Neujahrsfest auch sehr gut besucht sind, haben diesen Wunsch wohl etwas sehr getriggert. Eine Nacht habe ich noch drüber geschlafen, aber heute sind wir nach dem Frühstück direkt in den Frisörladen gegangen. Es hat sich etwas sicherer angefühlt, weil die angereiste Schwester des Hostelbesitzers uns noch eine Empfehlung mit auf den Weg gegeben hat.
Schon beim Betreten des Frisörsalons werden wir neugierig gemustert. Doch als ich ein Foto meiner Wunschfrisur vorzeige sammelt sich ganz schnell eine Traube um uns. Auch in der Nächsten Dreiviertelstunde bin ich die Attraktion des Ladens. Nachdem die Preisfrage geklärt ist und sich mein absolut professionell wirkender Frisör vergewissert hat, dass die Haare wirklich ab sollen, geht es los. Das Mittelstadium: an den Seiten schon kurz und die restlichen langen Haare auf dem Kopf aufgetürmt sieht gar nicht mal so schlecht aus. Die restlichen Mitarbeitenden sind immer noch sehr fasziniert. Und so liegen die ihre Blicke auch auf mir während sie die anderen Kunden versorgen und föhnen – die Kunden sind verständlicherweise etwas genervt 😀 Nachdem alle Haare ab sind lande ich zunächst bei einer Internatsjungen-Frisur. Einen Zentimeter kürzer gefällt mir die Frisur richtig gut. Ich hätte nie gedacht, dass es so lange braucht eine Kurzhaarfrisur zu schneiden, aber für die Übergange an den Seiten geht geht einfach viel Zeit drauf. Zum Ende der ganzen Behandlung werde ich noch in den Hinterraum geführt, in dem ich auf einer Liege liegende meine Haare und den Nacken gewaschen bekomme. Und hier kommt endlich das Ergebnis:

Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Frisur und auch erstaunt, dass das alles so klappt ohne ein Wort der gleichen Sprache zu sprechen.

Abschiedsspaziergang: Bevor wir in den Zug nach Hue (Betonung wie Olé) steigen genießen wir noch einen letzten Spaziergang am Fluss durch die Stadt, die wohl leider nur wenige Touristen besuchen.

Nach oben scrollen