
Müsli, Müsli, Müsli: Wir starten unseren Tag sehr gemütlich in unserem Stammcafe (treehugger) von gestern. Für mich gibt es nochmal eine Runde leckeres Müsli mit frischen Früchten (Passionsfrucht zum Auslöffeln, Dragonfruit, Ananas, Apfel, Wassermelone, Mango und eine komische Kreuzung zwischen Birne und Quitte). Anisa gönnt sich die Smoothie-Bowl mit Müslibeilage. Es tut so gut endlich mal wieder was zu kauen. Kauen ist tatsächlich etwas, was ich sehr vermisse – die ganzen Suppen, Eintöpfe, Reis- und Nudelpfannen und vor allem die Frühlingsrollen sind wirklich sehr lecker aber meist schlürft man das Essen nur und alles ist so weichgekocht, dass Kauen überflüssig ist.

Reiseplanung: Nach dem ausgiebigen Frühstück schlendern wir am Fluss entlang zurück in unser Hostel. Die nächsten Stunden widmen wir der Reiseplanung. Mitte Februar wird Anisas Freundin Bianca für knapp 3 Wochen zu uns stoßen. Zusammen werden wir Kambodscha und Teile Thailands erkunden. Ende März kommen Anisas Freund und meine Freundin Leonie zu uns. Wir planen einige Tage in der Megacity Singapur ein, bevor wir zu Vulkanen, Tempeln und endlosen Stränden in Indonesien aufbrechen.
Marktfieber: Den Nachmittag verbringen wir fasziniert, angewidert, staunend und herumirrend auf den Märkten von Dong Hoi. Bei den meisten Lebensmitteln können wir nur erahnen was es ist. Der Sinn vieler Gegenstände erschließt sich uns erst gar nicht. Zwischen all dem Krempel hängen enge Käfige mit bunten, zwitschernden Vögeln und immer wieder tauchen VerkäuferInnen aus den Tiefen ihres Angebots auf, um uns ein freundliches Hello zuzurufen. Die Menschen sind unglaublich freundlich und interessiert an uns, deswegen haben wir aber keine Chance unentdeckt irgendwo lang zu gehen. Kinder kommen aus den Häusern gelaufen und fragen nach unseren Namen oder freuen sich über ein High-Five.




Nach den Märkten unter freiem Himmel quetschen wir uns auch noch in die Hallen, die voller Kleidung, Stoffe und Plastikspielsachen, kaum ein Durchkommen bieten. Lange bleiben wir dort aber nicht, weil der penetrane Plastikgeruch beim Atmen in den Lungen beißt.
Auf der Suche nach einem Abendessen müssen wir die Erfahrung machen, dass das Neujahrsfest hier eine wirklich große Sache ist. Fast alle Läden, bis auf die Beauty-Salons haben geschlossen, weil alle mit den Vorbereitungen für die Feiertage beschäftigt sind. Die Feuer auf den Straßen nehmen zu (neben Geld werden Stoff und ganze Papiertempel verbrannt) und durch die Fenster erblickt man überall Familien, die um große Tafeln zum Essen zusammensitzen. Letztendlich landen wir im gleichen Restaurant wie gestern, das zum Glück noch geöffnet und keine reduzierte Speisekarte hat.


